Welche 6 Sicherheitsstufen kann ein Aktenvernichter aufweisen?

Jeder Aktenvernichter verfügt über eine individuelle Sicherheitsstufe. Diese stellt einen Indikator für das Ausmaß der vernichteten Daten dar. Je höher die Stufe, desto stärker werden die Daten zerkleinert, sodass das Papier von Unbefugten nicht wieder zusammengesetzt werden kann. Die Sicherheitsstufen beziehen sich dabei entweder auf den Streifen- oder Partikelschnitt und geben an, auf welches Maß ein Blatt zerteilt werden kann.

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Die fünf Sicherheitsstufen für Aktenvernichter

Jede Datensicherheitsstufe unterscheidet sich anhand des jeweiligen Schnittverfahrens und wird in Streifen- und Partikelschnitt unterteilt. Dies ist die Art und Weise, wie das Blatt durch den Shredder zerkleinert wird. Die Datensicherheit für Aktenvernichter wird in Deutschland in fünf verschiedene Sicherheitsstufen eingeteilt. Diese Bewertung richtet sich seit 2012 nach der DIN-Norm DIN 66399, welche die vorhergehende DIN-Norm DIN 32757 ablöste.

    • Sicherheitsstufe 1
      Bei der ersten Sicherheitsstufe zerteilt der Shredder das Papier im Streifenschnitt auf eine Breite von maximal 12mm. Beim Partikelschnitt beläuft sich die Fläche des zerkleinerten Dokumentes auf höchstens 1000mm². Diese niedrigste Stufe wird für allgemeines Schriftgut empfohlen.

 

  • Sicherheitsstufe 2
    Die Datensicherheitsstufe 2 hingegen wird für privates bzw. internes, jedoch nicht allzu vertrauliches Schriftgut verwendet. Beim Streifenschnitt beläuft sich das Maximum an Breite, welches vom Blatt übrig bleibt, auf 6mm. Bei einem Aktenvernichter mit Partikelschnitt bleibt allenfalls eine Fläche von 400mm² übrig.

 

 

  • Sicherheitsstufe 3
    Ein Blatt mit sehr vertraulichen Daten bedarf der Sicherheitsstufe 3. Die Streifenbreite beim Streifenschnitt beträgt bei den zerkleinerten Dokumenten höchstens 2mm. Im Partikelschnitt bleiben maximal 240 mm² Partikelfläche vom ursprünglichen Papier übrig. Selbst Kunststoffe werden unwiederbringlich zerteilt, sodass nur eine Partikelfläche von etwa 1mm² zurückbleibt.

 

 

  • Sicherheitsstufe 4
    Bei Schriftgut, welches geheim gehalten werden muss und nicht in die Hände Dritter fallen darf, werden Aktenvernichter mit Sicherheitsstufen von 4 benötigt. Beim Partikelschnitt bleiben von einem Blatt lediglich 2mm breite und höchstens 15mm lange Papierschnipsel vorhanden, was einer Partikelfläche von 30mm² entspricht. Kunststoffe werden bis hin zu einer Fläche von 0,5mm² zerkleinert.

 

 

  • Sicherheitsstufe 5
    Die höchste DIN Sicherheitsstufe 5 bietet maximalen Schutz im Rahmen der Datensicherheit. Die hohen Sicherheitsanforderungen sind auf eine 12mm² Partikelfläche bei Papier zurückzuführen. Selbst Kunststoff wird auf eine Partikelfläche auf maximal 0,2mm² zerteilt.
    Es gibt weiterhin eine sechste Sicherheitsstufe, die allerdings nicht in die DIN Norm fällt. Sie dient daher als ungenormte Ergänzung der genannten fünf Sicherheitsstufen und wird ausschließlich bei geheimdienstlichen Sicherheitsanforderungen benötigt.

 

Das Auffangvolumen

Da beim Kauf eines Aktenvernichters jedes Blatt in zahlreiche kleine Teile zerschnitten wird, müssen diese auch entsprechend aufgefangen werden. Daher ist das Auffangvolumen eine weitere Eigenschaft, die vor der Auswahl eines geeignetes Modells beachtet werden sollte. Das Auffangvolumen wird grundsätzlich in Litern angegeben. Ausschlaggebend für die Größe ist die Häufigkeit der Inbetriebnahme und die Zahl der Nutzer. In Großraumbüros kommen teilweise Aktenvernichter mit einem Auffangvolumen von 170l zum Einsatz. Kleinere Geräte für den Normalverbraucher hingegen benötigen häufig nur ein Auffangvolumen von etwa 10 bis 35l.