Welche Gefahren kann ein Aktenvernichter für den Anwender haben?

Ein Aktenvernichter sorgt dafür, dass Papier mit vertraulichen Daten unwiderruflich zerstört wird. Insbesondere im Büro wird dem Datenschutz eine immer höhere Bedeutung beigemessen. Aus diesem Grund ist es wichtig, ein Gerät mit einer angemessenen Sicherheitsstufe auszuwählen. Diese werden entsprechend nach DIN 66399 eingeteilt.

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Die richtige DIN Sicherheitsstufe für optimale Datenvernichtung

Vor dem Kauf eines Aktenvernichters müssen Verbraucher überlegen, welche Stufe an Datensicherheit sie für ihre Unterlagen benötigen. Hierbei ist es von größter Bedeutung, wie stark die Daten zerkleinert werden sollen, sodass sie durch Unbefugte nicht mehr verwendet werden können. Möchten Nutzer daher besonders sensible sowie vertrauliche Daten vernichten, muss der Shredder über eine Datensicherheitsstufe von mindestens vier verfügen. Insgesamt können sieben Sicherheitsstufen nach DIN definiert werden, die sich sowohl auf Partikel- bzw. Kreuzschnitt als auch Streifenschnitt beziehen. Jede Stufe gibt Auskunft über den persönlichen Sicherheitsbedarf.

Bei Aktenvernichtern mit einer niedrigeren Sicherheitsstufe wird vorrangig der Streifenschnitt verwendet. Hierbei werden die vertraulichen Dokumente oder auch Datenträger längs in Streifen geschnitten. Die Höhe der Sicherheitsstufe gibt Auskunft über die Breite vom Papier, welches übrig bleibt. Diese Breite kann zwischen 2mm und 12mm liegen. Übertrifft der Streifenschnitt den Partikelschnitt zwar durch seine sehr hohe Schneidleistung, bietet er jedoch lediglich eine sehr geringe Datensicherheit. Beim Partikel- oder Kreuzschnitt wird hingegen eine sehr hohe Sicherheitsstufe erreicht. Der Shredder schneidet das Papier nicht nur in der Länge, sondern auch quer. Als Resultat erhalten Verbraucher kleinste Partikel, die nicht wieder zusammengesetzt werden können. Je nachdem, welche Stufe der Aktenvernichter besitzt, ergeben sich unterschiedlich große Partikel.

Gefahren bei der Nutzung vermeiden

Aktenvernichter müssen grundsätzlich in jedem Gebäude oder Büro so aufgestellt werden, dass sie keinerlei Gefahren für Besucher und Nutzer darstellen. Eine Nutzung darf nur erfolgen, wenn ausreichend Erfahrung und Wissen über die Handhabung mit dem Gerät besteht oder wenn durch eine entsprechende Person eine fachgerechte Beaufsichtigung stattfindet. Für Kinder sollte ein Aktenvernichter gar nicht zugänglich sein. Es muss sichergestellt werden, dass diese die Maschine nicht zum Spielen benutzt werden kann, um unerlaubterweise Papier oder anderes zu zerkleinern.

Bei der Nutzung eines Aktenvernichtern bestehen einige weitere Gefahren, die nur durch einen verantwortungsbewussten Umgang verhindert werden können. Um Verletzungen zu vermeiden, darf niemals in den Schlitz gefasst werden, in den das Papier eingeführt wird. Zudem müssen Haare, lose und schlabbernde Kleidung sowie Schals, Krawatten und Hals– oder Armschmuck nicht in die Nähe der Zufuhröffnung gelangen. Da einige Aktenvernichter selbst Kunststoffe oder CDS zerkleinern können, müssen sich Nutzer vor den Gefahren durch Splitter schützen. CDs dürfen ausschließlich durch den dafür vorgesehenen Schlitz im Sicherheitselement eingeführt werden.

Für einen sicheren Umgang mit dem Aktenvernichter selbst sowie eine verlässliche Datensicherheit müssen Nutzer ein Modell mit entsprechender Qualität und Sicherheitsstufe auswählen. Viele Geräte verfügen heutzutage über automatische Abschaltfunktionen, die schwere Verletzungen verhindern können. Doch insbesondere auf die Höhe der Sicherheitsstufe sollte Wert gelegt werden. Nur mit einer der Vertraulichkeit der Unterlagen entsprechenden Stufe kann verhindern werden, dass die Daten in unerlaubte Hände geraten.