Wie funktioniert der Kreuzschnitt/Partikelschnitt bei Aktenvernichtern? Wo liegen Vor- und Nachteile?

Aktenvernichter mit Kreuzschnitt zeichnen sich gegenüber den Modellen mit Streifenschnitt durch ihre höhere Sicherheitsstufe aus. Sie zerkleinern Papier nicht lediglich in Streifen, sondern in kleine Rechtecke, deren Kantenlängen nur wenige Millimeter betragen. Ein Blatt Papier wird also in beiden Richtungen geshreddert: längs und quer.

Zum Aktenvernichter Test

So funktioniert der Kreuzschnitt

Beim Aktenvernichter mit Partikelschnitt sind auf zwei Wellen kleine, messerartige Räder angebracht, deren Kanten sehr scharf sind. Die Räder greifen ineinander, wodurch ein Blatt Papier sowohl transportiert also auch zerschnitten wird. Um den Partikelschnitt zu erreichen, also das Zerkleinern in zwei Richtungen, sind die Räder so gestaltet, dass ihre Metallkanten aus der Radummantelung herausragen. Hinzu kommt bei dieser Schnittart eine wellenförmige Anordnung der Räder.
Der Antrieb der Aktenvernichter mit Kreuzschnitt erfolgt durch elektrischen Strom, der mithilfe eines Elektromotors eine Spindelwelle im Schneidwerk antreibt. Diese Welle ist ihrerseits der Antrieb des Zahnradgetriebes im Schneidwerk. Bei Basismodellen ist dieses Zahnradgetriebe aus Kunststoff, während höherwertige Aktenvernichter ein Metallgetriebe haben.

Vorteile der Aktenvernichter mit Partikelschnitt

Diese Geräte sind ab Sicherheitsstufe 3 erhältlich und bieten eine sehr hohe Sicherheit im Büro und überall, wo mit sensiblen Daten umgegangen wird. Beim Modell mit Streifenschnitt kann das zerkleinerte Papier mit ein wenig Geduld leicht wieder zum Originaldokument zusammengefügt werden. Dies ist beim Kreuzschnitt praktisch unmöglich, erst recht in den Sicherheitsstufen 4 bis 6. Die Größe der Partikel beträgt nur wenige Quadratmillimeter, so das ein einzelnes Blatt Papier in tausende kleiner Partikel zerschnitten wird. Diese Schnittart sorgt also beim Umgang mit sensiblen Daten für ein hohes Maß an Sicherheit. Ein Büro kann hier entsprechend zuverlässig gewährleisten, dass Informationen nicht an Dritte gelangen können.
Hochwertige Ausführungen mit Partikelschnitt shreddern nicht nur Papier, sondern darüber hinaus auch Plastikkarten, CDs und DVDs. Einzeln eingelegt, werden somit auch hier Datenträger mit Informationen, die nicht aus dem Büro gelangen dürfen, zuverlässig vernichtet. Bei Karten können Magnetstreifen und Speicherchip bei dieser Schnittart nicht mehr zusammengesetzt werden.
Der Einführschlitz beim Aktenvernichter mit Kreuzschnitt ist in der Regel so lang, wie ein DIN A-4-Blatt breit ist. Es gibt jedoch für die intensive gewerbliche Nutzung Ausführungen, die größer sind und mehr Papier fassen können. Grundsätzlich sind alle Aktenvernichter nach der DIN konzipiert, so dass die Formate übereinstimmen.

Nachteile der Aktenvernichter mit Partikelschnitt

Da diese Geräte durch die Schnittart in zwei Richtungen gleichzeitig sehr viel Leistung erbringen müssen, sind sie im Betrieb lauter als Modelle mit Streifenschnitt. Sie sollten also nicht an Orten im Büro platziert werden, an denen es ruhig zugehen muss oder wo beispielsweise häufig telefoniert wird. Der beste Platz für die Geräte mit Kreuzschnitt ist ein Raum ohne Bürotätigkeiten.
Das Leistungsvermögen hängt sehr vom Gerät und der Qualität ab, liegt durch den Partikelschnitt jedoch manchmal unter dem Streifenschnitt. Es sollte darauf geachtet werden, dass nicht zu viel Papier auf einmal in den Schlitz geführt wird. Mehr als einige Blatt sollten es nicht sein, abhängig von der Ausführung. Dennoch bewältigen die Partikelschnitt-Modelle auch Papiergewichte von mehr als 70g. Ob es über den Standard von 70g hinaus auch Kartonstärken von 200g sein dürfen, sollte vor dem Kauf geprüft werden.