Wie funktioniert ein Aktenvernichter?

Aktenvernichter sind in zwei Varianten erhältlich: mit Streifenschnitt und mit Partikelschnitt. Grundlage beider Ausführungen ist ein Elektromotor, der mit Strom aus der Steckdose betrieben wird. Er zerschneidet das eingeführte Papier in kleine Stücke: Streifen beim Streifenschnitt und kleine Rechtecke beim Partikelschnitt. Jedes Blatt Papier lässt sich auf diese Weise mithilfe der Aktenvernichter so zerkleinern, dass der Inhalt nicht mehr zu erkennen ist.

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Scharfe Klingen sorgen für den Schnitt

Ob Streifen- oder Partikelschnitt: Jedes Gerät verfügt über ein Schneidwerk, das automatisch aktiviert wird, wenn ein Blatt – oder auch mehrere – in den entsprechenden Schlitz eingeführt wird. Während einige Aktenvernichter dazu erst eingeschaltet werden, funktionieren andere jederzeit, da sie im Stand-by-Betrieb arbeiten und mit einem Sensor ausgestattet sind: Sobald Papier den Einführschlitz berührt, startet das Schneidwerk. Bei beiden Prinzipien stoppen die Klingen, sobald der Sensor kein Blatt mehr spürt.
Der Antrieb der Motoren funktioniert bei günstigeren Ausführungen mittels eines Zahnradantriebes, wobei die Zahnräder vielfach aus Plastik sind. Diese Geräte eignen sich nicht für eine hohe Beanspruchung. Sind viele Dokumente zu shreddern, sollte der Aktenvernichter über einen Kettenantrieb verfügen.

Schnittbreite gemäß DIN und Sicherheitsstufe

Die Aktenvernichter sind in ihren Formaten den DIN Größen angepasst. Kleinere Geräte sind für DIN A 4-Papier geeignet, während Ausführungen für den gewerblichen Bereich auch A-3-Formate aufnehmen können, ohne dass diese gefaltet werden müssen.
Auch die Schnittbreite des zerkleinerten Papiers ist genormt und steht im Zusammenhang mit der Sicherheitsstufe des Gerätes. Die Stufen sind von 1 bis 6 festgelegt und beziehen sich auf Schnittbreite und Größe der Streifen bzw. Partikel. Je höher die Schnittbreite, desto schwieriger ist es, zerkleinerte Dokumente wieder zusammenzufügen und den Inhalt zu erkennen. Für den privaten Gebrauch genügt zumeist eine Schnittbreite von 12 Millimetern, was Aktenvernichter der Sicherheitsstufe 1 erzeugen. Ab Stufe 3, die mit dem Partikelschnitt erreicht wird, beträgt die Breite nur noch drei Millimeter – zusätzlich zur Partikelform der Schnipsel. Im Office und an Orten, wo mit sensiblen Daten umgegangen wird, sind Vernichter der Stufe 3 oder auch 4 im Einsatz. Die höchsten Stufen zerkleinern das Papier in noch kleinere Partikel.

Für verschiedene Papierarten und weitere Datenträger geeignet

Gute Aktenvernichter shreddern nicht nur Papier des Standardgewichtes von 70g oder 80g, sondern auch höhere Stärken. Hinzu kommt die Möglichkeit, auch CDs und Plastikkarten im Aktenvernichter gründlich unbrauchbar zu machen. Hochwertige Schneidwerke bewältigen diese Materialien gut und kommen außerdem mit Büro- und Heftklammern zurecht. Somit sind Aktenvernichter sowohl im Privathaushalt und Home Office als auch an jedem gewerblichen Arbeitsplatz unverzichtbar, wenn es um die zuverlässige Vernichtung sensibler Daten geht.